„Lockdown light“ – Die Bankrotterklärung unserer freiheitlich, demokratische Grundidee!

Unser Grundgesetz ist der Rahmen, in dem sich alles abspielen muss und der nur im Äußersten Notfall durchbrochen werden darf. Bevor dieser Rahmen verlassen wir, müssen alle Register des Machbaren gezogen werden, um dies zu verhindern.

Geschieht dies – wie zur Zeit – nicht, offenbaren sich gleich mehrere Dinge in Bezug auf unsere Politische Führung:

  1. Hilflosigkeit 
  2. Unfähigkeit 
  3. Tatenlosigkeit

Woran erkennt man Hilflosigkeit, Unfähigkeit, Tatenlosigkeit?

Nun, Punkte 1 und 2 am „Hin und Her“, am „Für und Wider“. Sie erinnern sich sicherlich noch an die ersten Aussagen und Diskussionen der Politiker und der „Experten“ zur Gefährlichkeit des Virus für Deutschland kurz nach Ausbruch in China. 

Damals – im März 2020 – hatte selbst das RKI die Gefahr als nur „gering“ eingeschätzt. 

Wie bitte? Bei einem Virus, der in China zu drastischen Massnahmen gegenüber der Zivilbevölkerung geführt hat und nach den bereits gemachten Erfahrungen mit SARS und MERS? 

Zum Thema Tatenlosigkeit empfehle ich hier als als Erstes die Lektüre des Ärzteblatts aus 2005:

https://www.aerzteblatt.de/archiv/48422/Katastrophenschutz-Notfallplaene-gegen-toedliche-Erreger

Wohlgemerkt 2005! Was haben die Politiker seit SARS (also in den letzten 15 Jahren) getan, um uns vor der nächsten Pandemie besser zu schützen? Die Aktionen waren vielversprechend.

Oder beantworten Sie sich doch mal die Frage, was die Politiker zwischen März und Oktober 2020 getan haben, um die Schulen vor Schließungen zu schützen? 

Noch im Juni galten für Politiker und Experten die Schulen als nicht besonders gefährlicher Ansteckungsort: 

https://www.mdr.de/wissen/corona-studie-kinder-kaum-ansteckend-100.html

Tatsächliches „Wissen“ oder geschickter Täuschungsversuch um die Tatenlosigkeit der letzten Jahre zu verschleiern, die dazu geführt hat, dass die Schulen auf eine solche Situation überhaupt nicht vorbereitet sind? 

Denn jetzt im November 2020 erkennt Herr Söder: 

https://www.news4teachers.de/2020/11/soeder-raeumt-ein-schulen-sind-infektionsherde-spahn-schlaegt-vor-bei-infektion-eines-schuelers-muss-die-ganze-klasse-in-kurz-quarantaene/

Ein Schelm, wer böses dabei denkt. 

Und was ist eigentlich mit unserem Gesundheitssystem? Gibt es keinen Katastrophenplan? Was wäre im (unwahrscheinlichen) Fall eines Krieges (in dem wir uns ja nach Aussagen verschiedener Politiker weltweit befinden), in dem dann auch mal schnell 100.000 Menschen an einem Tag notfallmäßig versorgt werden müssten?  

Genügend Betten, ausreichend Personal in den Kliniken? Fehlanzeige – Mit der Gesundheitsreform seit 1997 (damals mit Herrn Seehofer als Gesundheitsminister) eingespart und verkauft an gewinnorientierte Aktiengesellschaften.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/56239/Folgen-der-Privatisierung-von-Krankenhaeusern-Die-Spielregeln-sind-willkuerlich

Stattdessen wird die Angstkeule weiter geschwungen und genau das gemacht, was in unserer Verfassung eigentlich nicht vorgesehen ist. Die Einschränkung der Grundrechte!

Noch ein Beispiel für Tatenlosigkeit: Wissen Sie, auf welcher Grundlage die Entscheidung für die Einleitung von Grundrechtseinschränkungen bei einer Überschreitung der Inzidenzwerte von 35 bzw. 50 getroffen wurden? 

Die Tatsache, dass unsere Gesundheitsämter nicht in der Lage sind, mehr als 5 bzw. 7 „Infizierte“ pro Tag nach zu verfolgen bildet die Grundlage. Wäre es nicht sinnvoller, ja sogar eine Pflicht des Staates, diese Ämter technisch, organisatorisch und personell so auszustatten, dass auch tatsächliche Katastrophen mit sehr vielen, täglichen „Infizierten“ bewältigt werden können? 

Ich zitiere hier den Amtseid, den der Bundespräsident, die Kanzlerin und die Bundesminister bei ihrem Amtsantritt gemäß Grundgesetz Artikel 56 bzw. 64 leisten:

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.“

Habe ich richtig gelesen? „das Grundgesetz …wahren und verteidigen…, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen..Gerechtigkeit gegen jedermann üben…“?

Wie wirkt dieser Anspruch auf Sie, verglichen mit den Realitäten, die Sie jetzt und hier gerade erleben?

Das miese Spiel mit der Angst und den Todeszahlen

Täglich werden wir penetriert mit COVID19-Toden. Hinter jedem Einzelnen steht ein Schicksal, das sicher dramatisch ist. Aber haben Sie schon einmal überlegt, wie viele Menschen in Deutschland täglich sterben? Es sind ca. 2.700!

Das eigentlich erschreckende daran ist, dass davon ca. 935 Menschen an Herz-Kreislauferkrankungen (37 % aller ca. 910.000 Todesfälle 2016 in Deutschland), ca. 660 an Krebs sowie ca. 480 an Diabetes (Stand 2010, Tendenz steigend) vorzeitig versterben! 

Wie gesagt, täglich und das dauerhaft jedes Jahr, nicht nur während einer Katastrophe!

https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Weniger-Tote-durch-Herzkrankheiten-252354.html

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/172573/umfrage/krebstote-in-deutschland/

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83377/Mehr-Todesfaelle-durch-Diabetes-in-Deutschland-als-erwartet

Wird das kommuniziert? Wird diesen Verstorbenen gedacht? Was denken wohl die Anhörungen dieser Verstorbenen? Spiegelt das alles ein Handeln „…zum Wohle des deutschen Volkes…“?

Studien belegen zwischenzeitlich eindeutig, dass es keine Korrelation zwischen der Stringenz der Lockdowns und der Anzahl der Todesfälle gibt. Im Gegensatz dazu wurden starke positive Korrelationen mit koviden Todesfällen mit dem Anteil der übergewichtigen Bevölkerung und dem Ausmaß des Bewegungsmangels in der Bevölkerung beobachtet. Weitere Faktoren, die positiv mit der koviden Mortalität korrelierten, waren das Alter, der Anteil der Bevölkerung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Anteil der Bevölkerung mit Krebs.

https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpubh.2020.604339/full

https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2029717

Wäre es nicht logisch und würde man also die meisten Menschenleben retten können, wenn man sich intensiv um die Reduzierung dieser Grunderkrankungen kümmert beziehungsweise sich mit den Ursachen zur Entstehung dieser Grundkrankheiten beschäftigt?

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Wahrheit und Sinn

Tja, man könnte denken, es gäbe nur eine Wahrheit. Dass Wahrheit aber keinen Status der Einzigartigkeit besitzt, erleben wir nicht nur mittels „alternativen Fakten“, die über den großen Teich zu uns rüber schwappen. Nein, auch hier lässt sich über „Wahrheit“ diskutieren. Oder zumindest über Interpretationen von „Wahrheit“.

Schauen Sie selbst:

hier:

https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend-2403.html

und hier:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article219973736/Deutschlandtrend-Impfbereitschaft-in-Deutschland-nimmt-ab.html

Beide Artikel bezeichnen sich als „Deutschlandtrend“ und beide auf die gleiche „Infratest dimap“ Umfrage, kommen aber zu einem diametralen Ergebnis – zumindest im Titel und somit in der Botschaft, die sie dem Leser vermitteln wollen.

Lesen Sie beide Artikel jeweils aus zwei unterschiedlichen Perspektiven, einmal als Impfgegner und einmal als Impfbefürworter.

Was denken Sie? Denken Sie aus beiden Perspektiven immer positiv über die Medien? Was machen die unterschiedlichen Botschaften wohl mit der Leserschaft ?

Wahrscheinlich ist, dass die Impfgegner eher dazu neigen, den WELT-Deutschlandtrend als wahr anzunehmen und weiter in die Welt zu tragen, dagegen die Impfbefürworter sich eher die Tagesschau-Botschaft zu eigen machen.

Beide Botschaften sind wahr, aber welchen Sinn haben solche Veröffentlichungen?

Sie kennen die Antwort, aber sollten solche Umfragen nicht eher der Politik als wichtige Entscheidungsgrundlage für sinnvolle Investitionen unserer Steuergelder dienen? Was wäre, wenn beide oder alle Medien getitelt hätten:

EU-Zuteilungrate an Impfstoff für Deutschland ausreichend! Nur 56 Mio-Impfdosen notwendig! Millionen € Steuergelder gespart, die nun für die Infrastruktur des Gesundheitswesens fliessen können!

Aber das wäre zu schön, um wahr zu sein…

 

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Nur Vorgesetzter oder gute Führungskraft?

Der Forscherverbund GLOBE (Global Leadership and Organizational Behavior Effectiveness). beschäftig sich mit den Attributen und Verhaltensweisen einer herausragenden Führungskraft im interkulturellen Vergleich, aber auch um Führungsstrategien und Führungserfolg.

Eines ist sicher: Die Führungskraft entscheidet die Frage oft selbst durch eigenes Verhalten und Tun!

„Teammitglieder werden durch eigenes Verhalten so beeinflusst, dass dies bei ihnen mittelbar oder unmittelbar ein gewünschtes Verhalten bewirkt“, definiert Prof. Dr. Jürgen Weibler, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insb. Personalführung und Organisation an der FernUniversität in Hagen.

Eigentlich nichts Neues und dennoch ist die Missachtung bzw. nicht Schulung von Verhaltensweisen, die eine herausragende Führungskraft ausmachen, weltweit immer wieder Ursache für unternehmerischen Misserfolg.

Es gibt Eigenschaften, die positiv wirken,  z.B. sich als Führungskraft selbst stark für das Gruppenziel einzusetzen, also Vorbild zu sein. Ein anderes Attribut ist Entscheidungsfreude. Unbeliebt sind dagegen „Kontrollfreaks“. Die Mitarbeitenden wollen eine gewisse Handlungsfreiheit haben.

Erwartet wird auch, dass Vorgesetzte Erfolge anderer nicht für sich verbuchen und andere materiell nicht ausbeuten. Oft wird Integrität erwartet.

Aber ein Attribut ragt über alle anderen hinaus: Gerechtigkeit am wichtigsten!

Höchste Priorität hat laut empirischen Studien ist fast immer Gerechtigkeit. Drei Formen sollte man sich, so Weibler, merken:

Die wichtigste Form von Gerechtigkeit ist die „interaktionelle Form“: Höflichkeit, Freundlichkeit, Respekt. Sie fällt als erste ins Gewicht, weil sie allgegenwärtig und unmittelbar ist.

Zum anderen die „prozedurale Form“: Benutzt die Führungskraft zur Beurteilung von Sachverhalten und für die Mitarbeitende betreffende Entscheidungen eine Methodik, die diese nachvollziehen und akzeptieren können?

Bei der dritten Form, der „Verteilungsgerechtigkeit“, geht es darum, Lob und Anerkennung, aber auch materielle Zuwendungen je nach Kultur beispielsweise gleich oder nach erbrachten Leistungen zu verteilen. Sieht bei den Leistungen die Führungskraft die Beiträge, die jemand für die Gruppe erbringt? Setzt sie das in Relation zu dem, was sie den Einzelnen gibt?

Ungerechtigkeit beeinflusst die Atmosphäre in der Gruppe dagegen grundsätzlich negativ. „Ungerechte“ Vorgesetzte erzeugen Frustrationen, diese Schwierigkeiten im Miteinander der Gruppe. Wer frustriert ist, ist selten aufgeschlossen oder gar freundlich und zuvorkommend.

Quelle: Fernuniversität in Hagen. Mehr zum Thema finden Sie hier: https://mooc.fernuni-hagen.de/universitaet/aktuelles/2019/02/am-14-von-vorgesetzten-zu-guten-fuehrungskraeften.shtml

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Sport am Abend? Kein Problem für einen gesunden Schlaf!

Entgegen anderslautenden Ratschlägen gibt es keinen Grund, am Abend auf Sport zu verzichten, wie eine Analyse der wissenschaftlichen Literatur zutage förderte.

Es ist ein bekannter und oft vernommener Ratschlag: Um die Schlafqualität zu verbessern, sollte man am Abend auf Sport verzichten. Bloss – wie Forschende am Institut für Bewegungswissenschaften und Sport der ETH Zürich aufzeigten, ist der Ratschlag in dieser allgemein gehaltenen Form nicht haltbar.

Die Wissenschaftler durchforsteten die gesamte wissenschaftliche Literatur und analysierten alle 23 zu diesem Thema gemachten Studien, welche ihren Qualitätsanforderungen entsprachen. 

Das Fazit: Grundsätzlich beeinflusst Sport innerhalb von vier Stunden vor dem Zubettgehen den Schlaf nicht negativ.

Wenn man die Daten der verschiedenen Studien kombiniert, zeigt sich nämlich zum Beispiel: In Nächten nach einer abendlichen sportlichen Tätigkeit verbringen die Versuchsteilnehmer im Schnitt 21,2 Prozent ihrer Schlafzeit im Tiefschlaf. 

Nach Abenden ohne Sport waren die Teilnehmer nur während 19,9 Prozent der Schlafzeit im Tiefschlaf. Der Unterschied ist zwar gering, aber statistisch erhärtet. Die Tiefschlafphasen sind besonders wichtig für die körperliche Erholung.

Mehr Informationen unter : https://www.ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2018/12/sport-am-abend-verursacht-keine-schlafprobleme.html

Literaturhinweis

Stutz J, Eiholzer R, Spengler CM: Effects of Evening Exercise on Sleep in Healthy Participants: A Systematic Review and Meta-Analysis. Sports Medicine, 29. Oktober 2018, doi: 10.1007/s40279-018-1015-0

Quelle: https://www.ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2018/12/sport-am-abend-verursacht-keine-schlafprobleme.html

Im Bild: Protagonisten der „Swimnight“ am Langener Waldsee

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Tourtag 20 – „Go West!“

Nach 9 Tagen und rund 1.050 km verlasse ich Ostdeutschland wieder in Richtung Westen nach Hof. Heute bin ich sehr früh aufgewacht und entsprechend früh los gefahren. Noch einmal 1.330 Höhenmeter bei nur 89,5 km deuteten entsprechende Steigungen an.

Die Landschaft bleibt klasse…

… die Radwege auch, teilweise spannend mit Gefällstrecken, die die Bremsen rauchen lassen!…

… kur vor Hof: Die ehemalige Zonengrenze (seit dem 12.11.1989, 10 Uhr (!) ist Deutschland wieder vereint)

…und dann diese „Minibar“ im Hotel…😩

 Anscheinend hat der letzte Gast den Kühlschrank geklaut… 🤓

Morgen geht’s weiter Richtung Süden nach Eschenbach in der Oberfalz. Dieser Mal heisst das Hotel „Glutschaufel“. Bin gespannt, was mich dort erwartet.

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